Quickie (1): Sibylle Berg / In eigener Sache

Sibylle Berg, Margarete Stokowskis große Schwester im Geiste, beschwert sich in ihrer wöchentlichen Kolumne über das Wegfallen von Feindbildern. Aufhänger dafür ist für sie der Umstand, dass sich jetzt sogar schon die BILD-Zeitung für Flüchtlinge einsetzt und man deshalb eigentlich gar nichts mehr hat, was man so richtig und aus tiefstem Herzen hassen kann. Dieser kurze Text, voll mit unnötigen Hyperbeln, hat aber doch eine interessante Aussage zu bieten:

Da waren immer die guten Zeitungen, „Süddeutsche“ und „FAZ“ und der SPIEGEL, mit ihren durchwechselnde Chefs, immer männlich, bedingten Qualitätsschwankungen, und dann waren da Sachen wie eben „Bild“. Die jetzt lustigerweise eine Chefin hat. Aber auch hier lerne ich langsam, dass es nichts hilft, dauernd zu jammern, dass es so wenige Frauen in Führungspositionen gibt, denn leider scheuen viele die Überstunden, die Angreifbarkeit, ja den Hass, dem man an der Spitze jeder Unternehmung ausgesetzt ist.

Ist das jetzt ein Zeichen für eine zweite geistige Pubertät bei Frau Berg? Bröckelt jetzt doch so langsam die ideologische Fassade? Wirkt die permanente Selbstimpfung des ewig gleichen Mantras nicht mehr?

Man kann nur hoffen.


Nur kurz in eigener Sache: Ich möchte gerne noch nachträglich meinen herzlichen Dank an Arne Hoffmann ausrichten, der mich netterweise in seinem Blog „Genderama“ verlinkt hatte. Dazu muss ich noch sagen, dass für mich sein Buch „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“ der Stein des Anstoßes war, selbst online aktiv zu werden und meiner Stimme Gehör zu verschaffen. Daher eine klare Buchempfehlung von mir!

So, genug vom shilling: Ich freue mich sehr über die Willkommensgrüße und hoffe auf einen ergiebigen Diskurs!

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