„STROHMANN – Der Film“ feat. Andre Teilzeit

Mit Andre Teilzeit habe ich mich ja bereits vor einiger Zeit schon einmal beschäftigt. Bei der gewaltigen Menge an fragwürdigen Inhalten die Herr Teilzeit so produziert, war eine entsprechende Videoantwort aber mehr als notwendig. Viel Spaß!

Warum wir Feminismus NICHT brauchen

Youtuber freakodelic möchte der Welt erklären, warum wir Feminismus brauchen. Ich war da einer etwas anderen Meinung und habe daher ein kleines Antwortvideo erstellt. Viel Spaß!

Doktorant empfiehlt: Mim Headroom

Mim Headroom. Noch jemand aus der Reihe der unbekannteren Youtube-Kommentatoren. Abonnentenzahlen sagen aber, wie so oft, nichts über die Qualität des Inhalts aus und genau so sieht es auch hier aus. Also Popcorn ausgepackt und auf Play gedrückt: Viel Spaß!

Doktorant empfiehlt: SkepTorr

Weiter geht es mit der Reihe „Youtube-Kommentatoren, die gute Inhalte produzieren, jedoch unerklärlicherweise weitestgehend unbekannt geblieben sind“. Daher meine heutige Empfehlung: SkepTorr! Ein israelischer Youtuber, der sich mit den Themen Feminismus, Atheismus, sowie Religion und Politik im Allgemeinen beschäftigt. In folgendem Video analysiert und zerlegt er die sehr bedenkliche Argumentationsweise von AronRa, einem bekannten Wortführer der atheistischen Bewegung aus den USA, der eigentlich für eine kritische Denkweise eintreten und diese auch praktizieren sollte. Wenn es um das Thema Feminismus geht, vergisst er diese Prinzipien allerdings. Viel Spaß!

Doktorant empfiehlt: Noelplum

Auf den ersten Blick könnte man meinen, noelplum99 wäre auch nur ein weiterer unter den vielen Youtube-Kommentatoren, die sich u.a. mit den Themen Feminismus, Free Speech und der damit zusammenhängenden Politik befassen. Auch wenn er von seinem Stil her einige Ähnlichkeiten mit Sargon of Akkad aufweist, so fällt jedoch auf, dass Noelplum fast immer ein wenig nuancierter recherchiert und argumentiert, was ihn jedoch mit seiner Meinung ebenso oft genau zwischen die beiden Diskussionslager positioniert. Dieses weniger starke Polarisierungspotenzial ist vermutlich auch einer der Gründe, warum er bisher deutlich weniger Aufwind als besagter Sargon of Akkad bekommen hat. Nichtsdestotrotz (oder gerade deswegen) lohnt sich ein Blick in seine Videobeiträge. Viel Spaß!

Michael Buchinger versteht nicht: Feminismus

Heute mal ein kleines Experiment in Videoform anstatt des üblichen Blogartikels:

Verbesserungsvorschläge und  Feedback sind natürlich erwünscht und ich behalte mir vor in Zukunft weitere Videos zu erstellen, in Abhängigkeit der allgemeinen Resonanz.

Laci Green versteht nicht: Männliche Verhütung

Es stellt definitiv eine Kunstform dar, aus dem Mangel an verschiedenen Möglichkeiten der männlichen Verhütungsmethoden eine Benachteiligung von Frauen zu konstruieren. Allerdings ist das bei der im Titel genannten Person auch kein Wunder, da Frau Green ja bereits seit vielen Jahren ein Profi im Jonglieren von Fakten ist.

Grundsätzlich muss man es ihr ja erst einmal zugute halten, dass sie sich überhaupt aus diesem Winkel dem Thema Verhütungsmethoden und Reproduktionsrechte annähert. Und wie sie auch direkt in Minute 0:15 des Videos sagt, gibt es 11 verschiedene Optionen für Frauen um eine Schwangerschaft zu verhindern. Im Gegensatz dazu gibt es für Männer nur zwei: Kondome oder eine Vasektomie. Gerade letzteres dürfte für viele Männer keine ernsthafte Option sein, da sie (in vielen Fällen) nicht reversibel ist.

Wenn Frau Green im Video dann allerdings zu den Gründen kommt, warum dieses Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Verhütungsmethoden besteht, dann kommt die internalisierte Narration wieder zum Vorschein: Fortpflanzung ist Frauensache! Und nur deshalb  wird so viel Geld in die Erforschung von weiblichen Verhütungsmitteln investiert! Sexismus!

Dabei spricht sie kurz vorher schon das eigentliche Problem an: Die Reproduktionsmechanismen von Frauen und Männern sind unterschiedlich und stellen damit Entwicklung und Forschung auch vor unterschiedlich schwere Hürden. Selbst wenn die Reproduktionsmechanismen von Frauen insgesamt deutlich komplexer sind als die von Männern, so finden wir bei Frauen jedoch einen großen, vorteilhaften Unterschied: Frauen besitzen bereits einen eingebauten Mechanismus, der sie für einen definierten Zeitraum nicht-empfänglich macht. Diesen Vorgang mit einer täglichen Gabe bestimmter Hormone (Östrogene und Gestagene) dauerhaft zu aktivieren, ist deutlich einfacher, als einen vergleichbaren Mechanismus im Mann künstlich zu erschaffen. Dies dürfte einen entscheidenden Einfluss darauf gehabt haben, dass sich Forschungsvorhaben auf weibliche Verhütungsmethoden fokussiert haben.

Und es ist auch nicht so, als ob männliche Verhütungsmethoden nicht entwickelt wurden und immer noch werden. Allerdings stand man bisher vor dem Problem, dass eine rein hormonelle Methode im Mann eben keinen Mechanismus vorfindet, den sie „zweckentfremden“ könnte. Zumindest nicht ohne sehr starke Nebenwirkungen. Hinzu kommt, dass die notwendige Gabe von Testosteron nicht einfach über eine Pille erfolgen kann, da es sonst durch die Leber in Östrogen umgewandelt wird, bevor es den Wirkort erreichen kann. Deutlich invasivere Eingriffe sind also von Nöten.

Aber Frau Green hat auch dafür eine Lösung: Seit 15 Jahren kommt eine männliche Verhütungsmethode in Indien zum Einsatz, die „completely safe and reversible“ ist. Na, das klingt doch wunderbar! Zumindest so lange, bis man eine kurze Googlesuche zur Reversible inhibition of sperm under guidance oder auch RISUG vornimmt. Die Sicherheitsstandards für pharmazeutische oder medizinische Produkte scheinen in Indien ja dann doch deutlich weniger streng als in westlichen Ländern zu sein. Oder Frau Green erzählt einfach Bullshit und die Methode befindet sich dort ebenfalls noch in der Testphase. Auf PubMed finden wir unter dem Suchbegriff RISUG gerade mal 23 veröffentlichte Studien, von denen einige „nur“ Review-Paper darstellen, in denen auf die Methode hingewiesen wird. Überfliegt man die Studien kurz, wird eines klar: Diese Methode ist noch lange nicht so weit, als dass sie sich in den nächsten Jahren als weit verbreitete Option für die männliche Verhütung etablieren wird. Inwieweit RISUG sicher ist und z.B. keine Genotoxizität aufweist, wird sich erst noch in weiteren Tierstudien und klinischen Untersuchungen an Humanprobanden zeigen müssen.

Unabhängig davon würde ich mir persönlich jedoch zweimal überlegen, ob ich mir eine Substanz in den Genitalbereich spritzen lasse oder ob ich einfach noch so lange abwarte bis es eine vergleichbar einfache Applikationsmethode, wie die Antibabypille, für Männer gibt.

Trotz allem wissen wir jetzt aber (mal wieder): Weniger Freiheit = Mehr Privilegien.

Nikkys Freundin versteht nicht: Warum wir den Feminismus heute noch brauchen

Manchmal stelle ich mir die Frage, ob diese ganze „Hysterie“ um den Feminismus – wie sie ja oft von Personen außerhalb der feministischen Peer-Group beschworen wird – überhaupt gerechtfertigt ist. Mit meinen liberalen Ansichten vertrete ich auch gleichzeitig ein positives Menschenbild und bin der Meinung, dass im Inneren die meisten Personen doch eigentlich rationale, kritische und skeptische Wesen sind. Und dann wiederum stoße ich auf so was:

Ich weiß gar nicht wo ich überhaupt anfangen soll. In den ersten 30 Sekunden werden einem so viele angebliche Erfolge der feministischen Bewegung maschinenhaft um die Ohren gehauen, dass man das Gefühl bekommt, Skynet hätte bereits die Welt übernommen. Daher hier nur die offensichtlichsten Fehltritte:

  • Das Wahlrecht

Ungleich des ewigen feministischen Märchens wurde das Wahlrecht vor 100+ Jahren nicht nach Geschlechtszugehörigkeit verteilt. Stattdessen war das Wahlrecht an Reichtum und Grundbesitz gekoppelt. Die ersten nachweislichen Berichte von Frauen mit Wahlrecht stammen bereits aus dem Jahr 1647.

1608: Juliana Morell, a Spanish woman, became the first woman to earn a doctorate degree (indeed, the first woman to earn any type of university degree).

Und noch weiter zurück geht unsere Zeitreise.

  • Recht auf einen Beruf

Abgesehen davon, dass die Vorstellung, Frauen hätten in vormodernen Zeiten nicht ebenso handwerkliche und körperliche Arbeit verrichtet wie ihre männlichen Gegenstücke, völlig absurd ist, so gibt es auch unzählige historische Berichte von Frauen, die mit „höheren“ Tätigkeiten ihren Lebensunterhalt verdient haben.

Und dann kommt Minute 0:40 im Video:

Nach wie vor prägen strukturelle Diskriminierungen und Benachteiligungen von Frauen unsere Gesellschaft. [Pause] [Leerer Blick]

Okay. Bitte anschnallen, Greatness awaits:

Der Gender Pay Gap liegt bei sagenhaften 23%[…]

Das nächste tote Pferd. Immerhin hängt sie danach noch an:

Und selbst wenn man alle Faktoren rausrechnet[…]bleiben immer noch 8%, die ein Mann mehr verdient als eine Frau, bei gleicher Arbeit.

Nö. Natürlich ist es hier wichtig, welche Studie man sich anschaut, denn der bereinigte Gender Pay Gap wird abhängig von den Autoren jeweils anders erhoben und interpretiert. Viel wichtiger ist allerdings die Implikation, dass der Gender Pay Gap angeblich die Folge von Diskriminierung sei. Die Tatsache, dass wir Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen finden, lässt sich mit einer Vielzahl anderer Faktoren erklären. Die Behauptung, dass ein Anteil an diesem Verdienstunterschied, den wir bisher noch nicht erklären können, automatisch die Folge von Diskriminierung sein soll, ist nichts anderes als ein God-of-the-Gaps-Argument.

Und jetzt folgt das eigentliche Zuckerstück des Videos:

Zweitens ist der Gender Pay Gap vor allem auch ein Ausdruck dafür, dass Arbeit die traditionell von Frauen verrichtet wird, etwa soziale Berufe, weniger wert geschätzt und deswegen auch weniger bezahlt werden, als von Männer verrichtete Berufe, etwa in der Industrie. Schon mal darüber nachgedacht!?

Ich weiß schon, wer hier nicht nachgedacht hat und es ist nicht der naive Zuschauer. Auch ohne Wirtschaftsexperte zu sein, ist selbst mir klar, dass die Höhe der Löhne von zwei entscheidenden Faktoren abhängt: Wie viel erwirtschaftet das Unternehmen und wie viele potenzielle Arbeitnehmer gibt es. (Und ja, bevor mir jetzt ein BWLer Simplifizierung vorwirft: Ich weiß, dass es nicht so einfach ist. Um den logischen Fehlschluss im Video aufzuklären, reicht es aber allemal).

Ein Unternehmen, welches industrielle Produkte herstellt, für die es eine hohe Nachfrage gibt und für deren Herstellung ein spezifischer, höherer Bildungsabschluss notwendig ist, wird mehr Lohn zahlen (müssen). Hingegen wird ein Unternehmen, welches soziale Dienstleistungen anbietet, die auch von niedriger qualifizierten Arbeitnehmern ausgeführt werden können und für die es sowohl eine geringere Nachfrage, als auch einen geringeren wirtschaftlichen Nutzen gibt, weniger Lohn zahlen. Geschlecht hat in dieser Gleichung nur insoweit einen Einfluss, als dass sich offenbar mehr Frauen individuell dafür entscheiden in einem Arbeitsbereich tätig zu sein, welcher aufgrund wirtschaftlicher „Umweltbedingungen“ weniger Lohn zahlen kann und will. Niemand hält Frauen davon ab, ihre Karriere in den gleichen Arbeitsfeldern wie Männer zu starten. Entsprechend sollten hier dann auch die Lohnunterschiede verschwinden.

Der Rest des Videos ist relativ substanzloses Blabla über „not asking for it“ und „sexuelle Objektifizierung“. Die vorgebrachten „Argumente“ für Letzteres lassen sich mit einem kurzen Verweis auf folgende Werbung entkräften. Nacktheit wird natürlich unter keinen Umständen universell eingesetzt, um Produkte zu bewerben. Lächerlich!

Update (29.05.2016): Für das Video wurden inzwischen Kommentare und Bewertungen deaktiviert. Na, wer hätte das denn erwartet. Warum auch in einem offenen Dialog über die vorgebrachten Ideen diskutieren, wenn man sich einfach in seinen Echo Chamber zurückziehen kann.

Andre Teilzeit versteht nicht: Feminismus

Die deutsche Youtube-Landschaft bestand für mich bisher ja immer aus schlechten Comedy-Videos, künstlichem Drama und Schminktipps. Umso überraschter war ich, als ich auf folgendes Video gestoßen bin:

Nach den ersten 30 Sekunden wissen wir jetzt also: Der Andre ist ein Mann und ein Feminist. Die Begründung für Letzteres: „Das ist nicht mal schwer, also warum eigentlich nicht?“ Puh…

Dass uns hier ein argumentatives Schwergewicht unter den missionarischen Botschaften erwartet, kündigt sich also schon aus weiter Ferne an. Andre hat 5 Punkte vorbereitet, an denen er der Welt erklären will, wie und warum man als Mann ein Feminist sein sollte:

  • Punkt 1: Male Privilege

Schon die erste Analogie, die Andre hier präsentiert, verursacht Stirnrunzeln:

Male Privilege […] da tun manche Männer so, als würde man ihnen irgendwas wegnehmen wollen. Aber als Tierrechtler will ich dir ja auch keine Menschenrechte wegnehmen.

Andre vermischt hier (bewusst oder unbewusst) zwei unterschiedliche Konzepte. Rechte und Privilegien, das sollte auch dem naivsten Youtuber klar sein, sind nicht äquivalent. Während Rechte universell gelten, als jedes Individuum einer Gesellschaft betreffen, so sind Privilegien kollektive Rechte bzw. besondere Rechte, die nur für eine bestimmte Personengruppe gelten. Was möchte uns Andre hier also sagen? Dass es ok ist Kollektiv-Rechte zu haben/zu vergeben?  Immerhin möchte er diese ja nicht „wegnehmen“?

Weiter im Video:

Aber es ist halt erst mal wichtig sich seiner eigenen Vorteile bewusst zu machen, damit man sie dann auch auf Frauen anwenden kann und hofft, dass sich das auf andere überträgt.

Neben dem kruden Satzbau, wirkt auch der Inhalt etwas unklar. Handelt es sich bei den genannten Privilegien um etwas, dass man einfach so weitergeben kann? Und noch wichtiger: Warum sollte man das tun wollen? Offenbar hat Andre tatsächlich kein Problem mit besonderen Rechten für Personengruppen, sondern ist nur mit der Verteilung dieser Sonderrechte unzufrieden. Er erläutert seinen Punkt mit einigen Beispielen:

Wenn du als Mann bei etwas versagst, wird nicht dein ganzes Geschlecht dafür verantwortlich gemacht.

Please tell me more.

Deine Wahrscheinlichkeit sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu erleben ist wesentlich geringer.

Die quantitative Aussage ist korrekt. Wenn man 16% statt 25% als wesentlich geringer einordnen möchte. Es wäre mir neu, dass man die von einem Unrecht betroffene Minderheit vom Tisch fallen lassen kann, weil es eine Mehrheit gibt, derer das gleiche Unrecht getan wird. Da Andre aber ja offenbar eine Tendenz zur Befürwortung von Kollektiv-Rechten hat, wundert mich das wenig.

Wenn du keine Kinder bekommst, wird deine Männlichkeit nicht in Frage gestellt.

Noch nie davon gehört. Absurde Vorstellung.

Du musst dir keine Gedanken machen ob deine Kleidung etwas über sexuelle Verfügbarkeit aussagt.

Stimmt. Die Wahl, sich „sexy“ am Arbeitsplatz zu kleiden hat ein Mann nämlich auch gar nicht. Typisches Beispiel von „Mehr Freiheit = Diskriminierung“.

Wenn du redest, wirst du seltener von Frauen unterbrochen, als Frauen von Männern unterbrochen werden.

[Citation Needed]

 

  • Punkt 2: Achte auf deinen Sprachgebrauch

Als Feminist soll man auf  die Verwendung von Worten wie „Friendzone“, „Schlampe“, sowie „Hure“ verzichten (weil Slut-Shaming) und auf „Doppelstandards“ im Sprachgebrauch achten. Interessant, dass Andre das auch sogleich demonstriert, in dem er sich nur auf Sprachstereotypen bezieht, die Frauen betreffen.

 

  • Punkt 3: Hinterfrage Geschlechterrollen

Andre liebäugelt offensichtlich auch mit der Idee des Geschlechts als soziale Konstruktion. Blöd nur, dass rein konstruktivistische Modelle flach auf dem Boden aufschlagen, wenn man sich einmal empirische Daten anschaut. Es folgt eine Barrage aus Strohmännern, ohne Beispiele wer oder welche Teile der Gesellschaft diese Ansichten von solchen überspitzten Geschlechterstereotypen haben. Aber immerhin gibt es einen Pluspunkt dafür, dass er sich diesmal nicht nur auf Frauen bezieht.

Interessant auch der letzte Satz in diesem Video-Abschnitt:

[…]aber das kommt alles aus deinem Kopf und ist nicht bei deiner Geburt aus deinem Penis oder deiner Vagina geschossen.

Evolution stops at the neck. Hormone und so ’nen Quatsch… pff. Keine Relevanz für neuroplastische Veränderungen.

  • Punkt 4: Sorge für Respekt und Einvernehmlichkeit

Was auch immer dieser Punkt mit Feminismus zu tun haben soll, verrät uns Andre nicht. Sein Beispiel über Männer, die ungefragt Getränke ausgeben und angeblich nur aufgeben, wenn Frau sagt „Ich habe einen Freund“, zeigt nicht, dass solche Männer nur andere Männer respektieren, sondern das human mating strategies dem Effekt des Geschlechtsdimorphimus unterliegen. Wenn diese Strategie nicht zumindest in einigen Fällen zum Erfolg führen würde, dann würden wir dieses Verhalten auch nicht beobachten können. Das rechtfertigt zwar so eine „Respektlosigkeit“ nicht, jedoch lässt daraus auch keine Aussage über die Gesamtheit des männlichen Geschlechts (vgl. Male Privilege) ableiten.

  • Punkt 5:  Beachte deinen physischen und emotionalen Platz

Wenn zwei Menschen verschiedenen Geschlechts auf der Straße aufeinander zulaufen, dann ist es wahrscheinlicher, dass die Frau ausweicht als der Mann.

[Citation F*cking Needed]

Und dann kramt Andre das schon längst tote Pferd namens „Manspreading“ hervor, um diesem noch einmal so richtig eine zu verpassen. Wenn selbst feministische Autoren schon die Nase voll haben von dieser Nichtigkeit zu hören, dann sollte man vielleicht seinen eigenen Standpunkt noch einmal evaluieren.

Was lernen wir also aus diesem kurzen Youtube-Abenteuer? Die schlechten Comedy-Videos, das künstliche Drama und die Schminktipps sind vielleicht doch gar nicht so übel.