Auf eine Quote mit Moritz Neumeier

Seit ungefähr einem Jahr ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft und es ist Zeit eine Bestandsaufnahme zu machen. Wie praktisch, dass sich vor einigen Wochen der Youtuber Moritz Neumeier mit genau diesem Thema beschäftigt hat und ich mir daher nun seine vorgebrachten Argumente für eine Frauenquote etwas genauer anschauen konnte. Viel Spaß!

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6 Gedanken zu “Auf eine Quote mit Moritz Neumeier

  1. Genial! Wieder tolle Video-Einfälle dabei.

    Als kleiner Nachtrag zwei Punkte, die Du übergangen hast:

    Moritz behauptet bei 04:46: „50 % der Menschen, die in Deutschland arbeiten, sind Frauen.“

    Das ist falsch! Vielleicht sind 50 % der Menschen in Deutschland Frauen, aber daraus folgt sicher nicht, daß auch 50 % der *arbeitenden* Menschen in Deutschland Frauen sind. Viele Frauen arbeiten gar nicht, nur wenige Männer arbeiten gar nicht. Moritz räumt das selbst ein bei 14:16.

    Bei 14:41 behauptet Moritz über Schweden: „Es gibt dort viel mehr Unternehmen, in denen 40 % der Aufsichtsräte und der Vorstände Frauen sind.“

    Das ist falsch. Wie Catherine Hakim gezeigt hat, gibt es in Schweden deutlich weniger hohe weibliche Führungskräfte als bspw. in den USA, obwohl in den USA bisher keine Quote für hohe weibliche Führungskräfte besteht. Der Grund: in Schweden sind die Arbeitnehmer-Regelungen sehr Frauen- und Familien-freundlich. Ergebnis: sehr viele der arbeitenden Frauen nehmen diese freundlichen Regelungen für sich in Anspruch und verzichten auf Führungspositionen, zugunsten ihrer Familie und ihrer „work life balance“.

    Man sieht hieran sehr schön, worauf die Mehrheit der Frauen ihren Fokus setzt: nicht auf Karriere, nicht auf Status, sondern auf Familie und angenehmes Leben. (Männer könnten übrigens dasselbe tun, müßten dann aber in der Regel auf eine „Frau an ihrer Seite“ verzichten …)

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  2. Wie ich gemerkt habe, hast du gar kein Impressum, weder hier, noch auf youtube. Verdienst du mit Youtube kein Geld? Ich an deiner Stelle würde aufpassen. Gibt genug Feminazis, die dich melden oder abmahnen könnten.

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      • Bist du sicher, dass das so ist? Geschäftsmäßig ist nicht das gleiche wie gewerbsmäßig. Ersteres kann auch ohne Gewinnerzielungsabsicht gegeben sein. Ich bin mir das nicht so sicher.

        Bei der Gelegenheit auch mal ein dickes Danke für deine Videos – immer wieder ein Genuss! 😀

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      • Puh, gute Frage. Möglicherweise würde dann eine eingeschränkte Impressumspflicht bestehen, die Gesetzeslage scheint dort ja nicht ganz eindeutig zu sein. Aber sagen wir es mal so: Eine entsprechende Abmahnung dürfte sich nur sehr schwer umsetzen lassen. Zum einen besteht keine Verbindung zwischen diesem Blog und meinen personlichen Daten. Zum anderen ist für niemanden ersichtlich, ob ich überhaupt innerhalb der EU agiere. Sollte letzteres nicht der Fall sein (was bei Wissenschaftlern ja nicht unwahrscheinlich ist), wäre ich ebenfalls von der Impressumspflicht ausgenommen.

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  3. Echt schön. Ich hab schon gedacht, ich würde alleine so denken.

    Ich bin Frau, ich bin Führungskraft, mir ist nix geschenkt worden. Ich hab das alleine geschafft. Und als ich jung war, da gab es wirklich noch Diskriminierung, die Informatik AG durfte ich nicht besuchen, weil „Mädchen brauchen sowas nicht und dann nimmst du einem Jungen den Platz weg. Geh mal in den Schreibmaschienen-Kurs.“ Selbstredent habe ich diese AG nicht einmal besucht.

    Und ganz ehrlich, als die Kinder noch zu Hause waren, da konnte ich den Job, den ich jetzt hab nicht machen. Ich bin auch mal auf Dienstreise, aber ne 12 Jährige lässt man nicht über Nacht alleine zu Hause, das geht nicht.

    In der Phase von 20 bis 38 standen die Kinder ganz oben und meine Interessen habe ich zurück gestellt, jetzt braucht mich keiner mehr und ich hab Zeit für „Karriere“. Das geht dann aber auch nur, wenn du die Kinder früh bekommst. Kind mit über 30 und dann ist Karriere vorbei.

    Ich mache aber IT, ich habe noch nie weniger verdient wie ein männlicher Kollege in vergleichbarer Position mit vergleichbaren Tätigkeiten und Verantwortungen. Im allemeinen verdienen Frauen auch in der IT weniger, arbeiten aber weniger und oft an der Hotline und die ist schlecht bezahlt.

    Also ordentlich ausbilden und viel weiterbilden, bei der Arbeitszeit nicht knickerig sein, Reisebeireitschaft und technischer Beruf – dann klappt das auch mit dem Management.

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