„Gewalt: Es ist kein Weißer“

Margarete Stokowski. Das Lesen dieses Namens löst in meinem Kopf normalerweise eine Kaskade immer stärker werdender Schmerzen aus, die ich nur wieder los werde, wenn ich die, dem Namen nachfolgenden, geistigen Ergüsse einfach so gut wie möglich ignoriere.

Gestern jedoch, war alles anders. Vor meinem geistigen Auge spielte sich eine Szene aus einem Paralleluniversum ab. Ein Universum, in dem das kollektive Beschuldigen einer demographischen Gruppe völlig in Ordnung war. In dem Menschen für Körpermerkmale, über die sie keinerlei Kontrolle haben, angeklagt und in einen Topf mit Vergewaltigern, Mördern und Kinderschändern geworfen werden können. Einfach so. In diesem Paralleluniversum machte ich wie gewohnt die Webseite von Spiegel-Online auf und musste Folgendes lesen:

Kommt es zu einer Gewalttat, fragen wir nach der Geschichte des Täters, nach seinem Geschlecht, nach seiner Ideologie und seiner Motivation. Nach der Hautfarbe zu fragen, haben wir uns abgewöhnt. Warum?

Wenn wir von einer Schwangerschaft erfahren, stellen wir oft zwei Fragen: Wann ist es so weit? Und: Weiß man schon, was es wird? Wenn wir von Schlägereien, Massenmord, Vergewaltigung oder Mord hören, fragen wir nicht mehr: Weiß man schon die Hautfarbe? Wir gehen davon aus, dass es nicht-hellhäutige Personen waren.

[…]

Der Schauspieler Wendell Pierce, bekannt aus „The Wire“, wurde aufgrund mutmaßlicher Körperverletzung in Gewahrsam genommen. Mehr als 50 Frauen, unter ihnen eine Vielzahl hellhäutig, werfen dem Comedian und Schauspieler Bill Cosby sexuellen Missbrauch vor. Ein dunkelhäutiger Mann aus dem US-Bundestaat Georgia erschoss skrupellos mehrere seiner Familienmitglieder. Sogar die Gewalt unter schwarzen Teenagern ist weit verbreitet: Im April wurden einer 16-jährigen von mehreren Mitschülerinnen so starke Verletzungen zugefügt, dass sie kurz darauf in einem Krankenhaus verstarb.

In Italien wurde erst vor kurzem ein hochrangiger Menschenhändler mit dunkler Hautfarbe festgenommen. Black Lives Matter-Aktivisten rufen immer wieder offen zu Unruhen und Gewalt auf, die dann in entsprechenden Taten resultieren. Die Gang-Kriminalität macht auch nicht vor neunjährigen Kleinkindern halt. Und auch das Massaker in Orlando, welches mit 50 Toten und mehr als 50 Verletzten endete, wurde von einem nicht-hellhäutigen Mann mit Abstammung aus Afghanistan durchgeführt.

[…]

Wir reden nicht über Hautfarbe oder Herkunft, obwohl wir umgeben sind von Gewalt, die von nicht-hellhäutigen Menschen ausgeht. In den USA erfasste das FBI 2015 jeden Tag rund 13 Vergewaltigungen von Schwarzen bzw. Afroamerikanern, und das sind nur die Fälle, die bei der Polizei angezeigt wurden, die Dunkelziffer ist wesentlich höher. Insgesamt waren unter den Verdächtigten im Bereich Sexualstraftaten 24,3% Afroamerikaner, obwohl diese nur 12,6% der Gesamtbevölkerung in den USA ausmachen. Laut den Verbrechensstatistiken des FBI sind eine Vielzahl an Verstößen gegen das Gesetz in der nicht-weißen Bevölkerung der USA überproportional vertreten.

[…]

Immer sind es die Weißen, die ihr Verhalten anpassen sollen

Im Englischen gibt es den Begriff der „toxic blackness“, also einer Lebensweise, die auf Dominanz und Gewalt basiert und Gefühle nicht zulässt. Dazu gehört auch die Vorstellung einer gigantischen Ladung sexueller Triebhaftigkeit, die nur mit Mühe in zivilisierten Bahnen gehalten werden kann. Es ist ein Problem, wenn Afroamerikanern immer wieder erzählt wird, dass ein „richtiger Schwarzer“ nicht weine, eine ausschweifende und geradezu animalische Sexualität habe und alles, was sich ihm in den Weg stellt, eigenhändig beiseite räumen müsse – ein Problem für Weiße und Schwarze.

[…]

Wir halten es für eine verdammte Selbstverständlichkeit, dass ein Weißer in der Dämmerung nicht mehr im Wald joggen gehen sollte. Ein Weißer. Immer sind es die Weißen, die ihr Verhalten anpassen sollen. Vielen Schwarzen ist nicht klar, wie sehr Weiße die Angst und den Schutz vor Gewalt in ihren Alltag integrieren. Wie sehr wir ein Klima von Bedrohung für normal halten. Wie oft wir ein Taxi nehmen, um nach Hause zu kommen, nicht aus Bequemlichkeit, sondern um sicher nach Hause zu kommen. Wenn wir das Geld haben.

Selbst Schwarze, die sich für komplett harmlos halten, können etwas dafür tun, dieses Klima der Angst zu ändern. Wenn Sie zum Beispiel abends auf der Straße allein hinter einem Weißen laufen und dieser Ihre Schritte hört, oder wenn Sie ihm entgegenkommen, wechseln Sie doch die Straßenseite. Sie ahnen nicht, wie erleichternd das sein kann.

Was sollte mir dieser rassistische Artikel aus dem Paralleluniversum nun sagen?

Genau. Dass es vollkommen absurd wäre, alle Mitglieder einer demographischen Gruppe kollektiv an den Pranger zu stellen, nur weil andere Menschen aus dieser Gruppe, mit denen sie zufälligerweise die gleiche Hautfarbe oder die gleiche Herkunft teilen, der statistischen Wahrscheinlichkeit nach häufiger Verbrechen begehen. Genauso wenig Sinn würde es ergeben, den Grund für diesen Befund an einer angeblichen intrinsischen Eigenschaft dieser Gruppe festzumachen; sei es vermeintlich „von Natur aus“ oder anerzogen. Weiterhin sollten die irrationalen Ängste der einen Gruppe, nicht als legitime Begründung für eine erwartete/geforderte Verhaltensanpassung der anderen Gruppe anerkannt werden. Vor allem dann nicht, wenn die Statistiken gegen diese irrationalen Ängste sprechen und besagte Gruppe sogar sicherer ist, als jede andere.

Aber zum Glück lebe ich ja nicht in diesem Paralleluniversum. Stattdessen darf ich mir dann ansehen, wie sich Frau Stokowski mit den gleichen Fehlschlüssen und der gleichen Hetze, nicht an der Hautfarbe, sondern an den Genitalien abarbeitet. Yay!

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35 Gedanken zu “„Gewalt: Es ist kein Weißer“

  1. Hallo Doktorant,

    Danke, dass Du Dir den Link angesehen hast! Offenheit ist immer was Erfreuliches.

    Allerdings glaube ich nicht, dass man sinnvoll mit Theweleit so umgehen kann, wie Du in Deiner Schnell-Kritik. Er ist ein verzweigter, ausschweifender Denker. Man muss überhaupt nicht alles glauben – aber man kann sich einlassen auf diese Art, Widersprüche zu genießen.
    Das war eigentlich nur meine Intention: Man sollte sich nicht dummen Texten wie denen von Frau Stokowski zum Ping-Pong verführen lassen. Davon wird keiner klüger, schöner oder besser.

    Grüße!

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  2. Bin auch durch den Don hier gelandet….
    Ich finde, Du und einige der Kommentatoren schütten das Kind ein bisschen mit dem Bade aus.

    Frau Stokowski….hat durch viele Texte bewiesen, dass sie nix kann außer pseudocoolem Getue und Rabulistik.
    Gewalt und ihre Verbindung zu Formen von Männlichkeit ist trotzdem ein Thema. Um mal einen wichtigen männlichen Theoretiker zu nennen: Theweleit. Das gibt’s viel nachzudenken. Insofern ist die Beschäftigung mit Stokowski Zeitverschwendung.

    Geisteswissenschaftliche Theorie- und Begriffsbildung – wollt Ihr das ernsthaft mit Verweisen auf „Wörterbücher“ diskutieren? Begriffe werden geprägt, umgeprägt, diskutiert, verworfen – das kann man Hermeneutik nennen und es hat nix mit „vorher Begriffe definieren“ zu tun. Hat es Sinn, Kant oder Spinoza zu lesen, wenn man die Erwartung hat, am Anfang sollen die Begriffe „definiert“ sein? Nein, deren Texte bestehen ja gerade darin, Begriffe zu erzeugen und mit Sinn zu füllen.

    Ob „toxic masculinity“ Sinn hat und in welchem Zusammenhang, das muss einen nicht interessieren. Wenn der Begriff wissenschaftlich außerhalb eines Zitierzirkels was bringt, wird er eine Weile bleiben. Wenn nicht, dann nicht. Aber schreien: „Das haben sich ja nur Gender-Tussis ausgedacht!“ bringt gar nichts.

    Ich habe keine Sympathie für die hier kritisierten Kreise, aber man sollte doch nicht das eigene Niveau opfern, weil einen etwas aufregt. Das machen schon genug Leute*innen.

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    • Gewalt und ihre Verbindung zu Formen von Männlichkeit ist trotzdem ein Thema.

      Okay, wenn das ein Thema ist, dann sollten wir das etwas ausführen. Daher meine erste, bewusst provokante Frage: Wenn Gewalt ganz allgemein eine Verbindung zu Formen von Männlichkeit hat, hat dann Kindsmord/-tötung eine Verbindung zu Formen von Weiblichkeit? Wir wissen, dass die meisten Kindsmorde von Frauen begangen werden, analog zu Gewalttaten insgesamt, die eben meistens von Männer begangen werden.

      Worauf ich hinaus will: 1. Wie ist Männlichkeit in diesem Kontext definiert und welche Formen von Männlichkeit sind dann unter dieser Definition gemeint. 2. Was ist die Basis davon, ein menschliches Universal wie Gewalt, an einen vermeintlichen Wesenszug einer demographischen Gruppe zu koppeln?

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      • Gewalt hat – so habe ich es jedenfalls gemeint – eine Verbindung zu Männlichkeit, aber keine exklusive, ausschließliche. Ein komplexes Phänomen hat Verbindungen zu diversen Begriffen und meist keinen monokausalen Entstehungszusammenhang – nicht dass ich unterstellte, Du wüsstest das nicht.
        Gewalt hat also auch eine Verbindung zu Weiblichkeit.

        „Verbindung“ heißt: Da gibt’s was, da kann man weiterbohren, da muss etwas verstanden/diskutiert werden.

        Abzählen nach dem Motto „Das macht Ihr und das wir.“ finde ich sinnlos. Überlassen wir das doch schlicht gestrickten Menschen wie Frau Stokowski.

        Ich schätze, dass ich verstanden habe, worauf Du hinauswillst. Wollte nur davon abraten, sich beim Zwerg*innenwerfen zu verausgaben.

        Theweleit über Männlichkeit im Wandel:

        Muss man nicht alles unterschreiben, das muss man ja nie – aber ungefähr so geht m.E. Denken und Kommunizieren.

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      • Ich kommentiere jetzt nur mal die ersten 3 Minuten des Videos, weil da aus meiner Sicht bereits sehr viele, nicht klar-definierte Begrifflichkeiten in den Raum geworfen werden und Behauptungen aufgestellt werden, die Herr Theweleit zumindest hier nicht begründet oder ausführlicher beschreibt.

        Minute 0:18: Herr Theweleit sagt, dass Männer seiner Meinung nach „kein Problem von der gesellschaftlichen Lage her hätten, weil sie früher viele Dinge machen mussten z.B. Militärdienst, die sie jetzt nicht mehr machen müssen“. Das ist ein non sequitur. Nur weil Männer jetzt mehr Freiheiten haben, heißt das nicht, dass sie nicht anderweitig von Problemen betroffen sind. Und wir wissen, dass es genügend Baustellen in unseren westlichen Gesellschaften gibt, bei denen Männer relativ eindeutig benachteiligt werden (nur ein Beispiel: Gender-Sentencing-Gap). Generell ist diese Form der Argumentation sehr wackelig. Es wäre auch nicht akzeptabel zu sagen, dass Frauen heutzutage eigentlich keine gesellschaftlichen Probleme mehr hätten, weil sie ja jetzt mehr Freiheiten haben, als noch vor 100 Jahren.

        Minute 1:15: Herr Theweleit behauptet jetzt, es wäre keine Erleichterung für viele Männer, dass diese ganzen früheren Zwänge wegfallen sind. Eine Begründung bzw. einen Beleg dafür gibt er nicht. Ebenso kann ich jetzt behaupten, dass die meisten Männer durchaus den neu gewonnenen Freiheiten viel abgewinnen können und jetzt die „Energie“, die sie damals in eine archaische Form der Männlichkeit gesteckt haben, jetzt anderweitig umsetzen, sei es kreativ, wissenschaftlich, philosophisch etc. Dass wir eine Streuung der Verhaltensweisen in der männlichen Bevölkerung haben, ist zu erwarten. Und nur ein ganz geringer Teil der männlichen Bevölkerung „verwirklicht“ sich durch Akte der Gewalt. Aber selbst das würde ich anzweifeln und sagen, dass es nicht die Akte der Gewalt selbst sind, sondern eine Form des Risikoverhaltens, dass bei Männern generell (sei es biologisch, sei es sozialisiert) häufiger zu finden ist und Gewalt kann (muss aber nicht) ein Nebenprodukt dieses Risikoverhaltens sein. Dieses gesteigerte Risikoverhalten ist aus meiner Sicht ein viel größerer Indikator für „Männlichkeit“ als Gewalt per se. Das wird auch durch empirische Daten aus der Forschung gestützt: Höhere Testosteronkonzentrationen führen zu einem erhöhten Risikoverhalten (https://www.cogneurosociety.org/testosterone_risktaking/ ; http://www.mitpressjournals.org/doi/abs/10.1162/jocn_a_00445). Gleichzeitig konnte aber kein Kausalzusammenhang zwischen mehr Testosteron und höherer Aggressivität gezeigt werden (http://www.zeit.de/2014/14/testosteron-sozialverhalten-mann). Gewalt kann daher vielleicht auch nur ein Nebenprodukt des erhöhten Risikoverhaltens sein, weil risikoreiche Situationen öfter eine gewaltsame „Lösung“ erfordern.

        Nach diesem Abschnitt redet Herr Theweleit dann von einer nicht-näher bestimmten Gruppe Männer, die mit den neu gewonnenen Freiheiten nicht klarkommen. Da gebe ich ihm grundsätzlich Recht. Gleiche Beispiele lassen sich aber ebenfalls in der weiblichen Bevölkerung finden. Warum das also an das Geschlecht gebunden sein soll, bleibt unklar. Anschließend wird von einem „männlichen Konstrukt“ gesprochen, was ebenfalls wieder nicht genauer definiert wird. Deshalb habe ich hier das Video erst einmal abgebrochen und werde mir das dann im Laufe des Abends noch einmal ganz genau anschauen und möglicherweise eine Besprechung in einem eigenen Artikel machen.

        Was mir jetzt aus den Gedanken von Herrn Theweleit aber nicht klar geworden ist, ist die implizierte Verbindung von Männlichkeit mit Gewalt. Es gibt meiner Meinung nach zwei (vermutlich falsche) Denkweisen : Wenn sich hierbei nur um ein „Konstrukt“ handelt, dann sollten wir höhere Raten von Gewaltakten nicht kulturübergreifend sehen können. Gegen diese Ansicht spricht viel: Männer sind weltweit für die Mehrzahl an Gewaltverbrechen verantwortlich. Es muss also auch eine biologische Komponente haben, sonst würden wir Abweichungen erwarten. Eine rein biologische Komponente kann es aber auch nicht sein, sonst würde nicht nur eine kleine Subpopulation aller Männer Gewalt als Mittel zur Problemlösung oder Selbstverwirklichung sehen. Hätten wir wirkliche eine eindeutige Verbindung von z.B. Hormonkonzentrationen mit Gewaltpotenzial, dann würden mehr Männer gewalttätig sein und wir würden nicht nur alle paar Monate von einem Amoklauf/Massaker in den Nachrichten hören, sondern jeden zweiten Tag. Außerdem hätten wir dann Schwierigkeiten das Aggressionspotenzial von Frauen zu erklären.

        Da ich jetzt nur meine Gedanken runtergeschrieben habe und das vielleicht etwas konfus wirkt, ein tl;dr:

        Das Geschlecht, bzw. „Männlichkeit“ oder „Weiblichkeit“, als Prämisse für ein beobachtbares Verhalten einer Subpopulation von Männern/Frauen zu benutzen, ist aus meiner Sicht nicht zielführend, wenn nicht sogar schlichtweg falsch. Der Fakt, dass jemand ein Mann ist und „männlich sozialisiert“ wurde, sagt überhaupt nichts über sein potenzielles Verhalten aus. Im statistischen Mittel vielleicht, aber nicht auf der Ebene des Individuums. Andere Faktoren haben eine deutlich größere Prädiktionskraft (Armut, frühkindliche Konfrontation mit Gewalt, Bildung, soziale Kontaktarmut etc.) darüber, ob ein Individuum zu Gewalt neigt oder nicht. Unter welchen Umständen wäre es also legitim, die Schuld an negativem und destruktivem Verhalten einem Konzept wie „Männlichkeit“ (völlig unabhängig davon, wie das letztendlich definiert ist) zuzuschreiben und dabei unzählige Männer unlauter zu beschuldigen?

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  3. Hier waren die Kommentare dann mal interessanter wie der Artikel selber… Danke @ein Mann, toxic dingsbums ist natürlich ein wissenschaftlicher Begriff und Jender Manspreading eine Wissensschaft. Wirklich, die versuchen Wissen zu schaffen… auch wenn es nichts mit der Realität zu tun hat.
    @Doc
    THX, sauber argumentiert…
    Gibt es überhaupt irgendeine wissenschaftlich valide Studie im Jenderbereich die auf empierischen Daten beruht oder ist das reine Kaffeesatzleserei? Evtl. sollte man mal ein wenig Geld sammeln und 20K Euro für den bestimmen der es als erster schafft 20 nach wissenschaftlichen Prinzipien erstellte Studien aus dem Jenderbereich zu nennen, die müssten dann Peer Review eines anderen Faches entsprechen… Nach 20 Jahren Jender sollte das doch möglich sein…
    Gruss
    Kai

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  4. Dieser Kommentar zu Frau Stokowskis Artikel ist vermutlich noch dümmer als die darunter stehenden Kommentare! Mit deinem seltsamen Versuch Frau Stokowski irgendeine Art von Rassismus anzudichten, entlarvst du dich nur selbst. Gewalt von Schwarzen gegenüber Weißen ist erstens sehr selten (im Vergleich zu Gewalt von Schwarzen gegenüber Schwarzen und Weißen gegenüber Weißen und für das Beispiel USA) und zweitens ignorieren sie die systematischen rassistischen Strukturen, die erst dazu führen, dass Schwarze in den USA ärmer sind, weniger Bildungschancen haben usw. Aber Hauptsache mal die eigenen Vorurteile argumentativ heranziehen. Ganz offensichtlich hast du weder den Artikel verstanden, noch das Konzept von Rassismus, noch hast du deine eigenen rassistischen Vorurteile hinterfragt. Damit ist auch davon auszugehen, dass „Doktoran(t)d“ wohl einfach ein Titel ist, den du dir selbst gibst, um ein bisschen wichtiger zu wirken.

    Der Artikel handelt übrigens von der Gewalt der Menschen, die als Männer definiert sind (von der Gesellschaft oder sich selbst) und davon, dass überproportional viele Gewaltverbrechen von dieser Gruppe ausgehen. Das sind erstmal nur Fakten. Wieso fühlst du (oder deine Leserschaft) dich denn davon angegriffen? Definiert ihr euch selbst auch als asoziale Idioten, die zu Gewalt neigen? Frau Stokowski zieht ebenso keinerlei Verbindung zur männlichen Biologie, wie sie behaupten, sondern im Gegenteil sie kritisiert zu Recht diese Erklärungsweise. „Anerzogenes“ (Zitat der Doktorant) ist übrigens nichts intrinsisches, sondern eben anerzogen, nur um hier Klarheit zu verschaffen. Es geht damit in dem Artikel um gesellschaftliche Strukturen (Machtstrukturen), die dazu führen, dass eine „demographische Gruppe“ (wie du das so schön nennst) glaubt über Leben, Freiheit und Selbstbestimmung anderer demographischer Gruppen bestimmen zu können. Natürlich sagt Frau Stokowski damit nicht, dass alle Männer Gewaltverbrecher sind, sondern sie weist auf einen gesellschaftlichen Umstand hin, der dazu führt, dass Männer signifikant öfters Gewalt ausüben. Eine hierarchische Machtstruktur, die männliche Gewalt begünstigt. Ob Gewalt ausgeübt wird bleibt dadurch immer noch eine individuelle Entscheidung, aber es gibt eine systematische Ungleichheit.

    Außerdem ist „Toxic Masculinity“ natürlich ein Begriff aus dem englischen, zusammengesetzt aus 2 Wörtern, einem Adjektiv und einem Substantiv. Beschrieben wird damit ein Konzept, dass sowohl in soziologischen, als auch psychologischen Texten Verwendung findet und das schon seit 20 Jahren. Da ihr es mit Wissenschaft aber offensichtlich nicht so am Hut habt, sei es euch verziehen. Das es keine „Wörterbuchdefinition“ davon gibt ist bei wissenschaftlichen Begriffen übrigens sehr üblich, obwohl sie in wissenschaftlichen Texten Verwendung finden. Manchmal werden sie übernommen und manchmal finden sie in Alltagssprache keine Anwendung.

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    • Mit deinem seltsamen Versuch Frau Stokowski irgendeine Art von Rassismus anzudichten, entlarvst du dich nur selbst.

      Strohmann.

      Gewalt von Schwarzen gegenüber Weißen ist erstens sehr selten (im Vergleich zu Gewalt von Schwarzen gegenüber Schwarzen und Weißen gegenüber Weißen und für das Beispiel USA) und zweitens ignorieren sie die systematischen rassistischen Strukturen, die erst dazu führen, dass Schwarze in den USA ärmer sind, weniger Bildungschancen haben usw.

      Strohmann.

      Ganz offensichtlich hast du weder den Artikel verstanden, noch das Konzept von Rassismus, noch hast du deine eigenen rassistischen Vorurteile hinterfragt.

      Ad hominem.

      Damit ist auch davon auszugehen, dass „Doktoran(t)d“ wohl einfach ein Titel ist, den du dir selbst gibst, um ein bisschen wichtiger zu wirken.

      Ad hominem.

      Dein Einstieg ist schon mal gelungen. 😉

      Der Artikel handelt übrigens von der Gewalt der Menschen, die als Männer definiert sind (von der Gesellschaft oder sich selbst) und davon, dass überproportional viele Gewaltverbrechen von dieser Gruppe ausgehen. Das sind erstmal nur Fakten.

      Mein Artikel handelt auch nur von den Fakten, dass die schwarze Bevölkerung in den USA überproportional viele Verbrechen begeht. Habe ich alles verlinkt und lässt sich nachlesen. Eine Wertung habe ich nicht vorgenommen. Falls du das implizieren willst, dann ebenfalls: Strohmann.

      Wieso fühlst du (oder deine Leserschaft) dich denn davon angegriffen?

      Tue ich nicht. Ich weise auf eine Doppelmoral und Fehlschlüsse in dem behandelten Artikel hin. Das ist nichts persönliches.

      Definiert ihr euch selbst auch als asoziale Idioten, die zu Gewalt neigen?

      Ad hominem? Guilt by association fallacy? Keine Ahnung warum du jetzt plötzlich im Plural von mir sprichst. Das sind meine Gedanken und auch nur ich übernehme dafür die Verantwortung, kein imaginäres Kollektiv.

      Frau Stokowski zieht ebenso keinerlei Verbindung zur männlichen Biologie, wie sie behaupten, sondern im Gegenteil sie kritisiert zu Recht diese Erklärungsweise

      Wie ich in meinem Artikel ebenfalls sage: Es spielt keine Rolle, was die Erklärung für das Verhalten ist. Es ist keine Rechtfertigung dafür, ein statistisches Mittel pauschal auf ein Individuum zu übertragen. Vielleicht solltest du ebenfalls etwas mehr Zeit in das Lesen meines Artikels investieren.

      Es geht damit in dem Artikel um gesellschaftliche Strukturen (Machtstrukturen), die dazu führen, dass eine „demographische Gruppe“ (wie du das so schön nennst) glaubt über Leben, Freiheit und Selbstbestimmung anderer demographischer Gruppen bestimmen zu können.

      Was zu beweisen wäre. Wenn die Existenz dieser Machtstrukturen demonstrierbar ist, dann hast du hier die perfekte Plattform, um das zu tun. Bevor das passiert ist, würde ich erst einmal Hitchen’s Rasiermesser verwenden und sagen: „What can be asserted without evidence can be dismissed without evidence.“.

      Natürlich sagt Frau Stokowski damit nicht, dass alle Männer Gewaltverbrecher sind, sondern sie weist auf einen gesellschaftlichen Umstand hin, der dazu führt, dass Männer signifikant öfters Gewalt ausüben. Eine hierarchische Machtstruktur, die männliche Gewalt begünstigt. Ob Gewalt ausgeübt wird bleibt dadurch immer noch eine individuelle Entscheidung, aber es gibt eine systematische Ungleichheit.

      Siehe oben, quod erat demonstrandum. Freue mich über Studien für die empirischen Nachweise dieser „hierarchischen Machtstruktur“.

      Aber nur so nebenbei: Selbst wenn das wahr wäre, ist es immer noch keine Rechtfertigung dafür, mit dem statistischen Mittel pauschal über ein Individuum zu urteilen. Aber diesen Aspekt meiner Analogie scheinst du mehrfach übersehen zu haben. Und das obwohl ich es schon mit dem Holzhammer verteilt habe.

      Außerdem ist „Toxic Masculinity“ natürlich ein Begriff aus dem englischen, zusammengesetzt aus 2 Wörtern, einem Adjektiv und einem Substantiv. Beschrieben wird damit ein Konzept, dass sowohl in soziologischen, als auch psychologischen Texten Verwendung findet und das schon seit 20 Jahren. Da ihr es mit Wissenschaft aber offensichtlich nicht so am Hut habt, sei es euch verziehen.

      Oh keine Sorge, ich arbeite schon lange genug im universitären- und Wissenschaftsbetrieb, um mich mit Wissenschaft auszukennen. Aber danke der Nachfrage. 😉

      Der Begriff „toxic masculinity“ ist kein anerkannter Begriff und der theoretische Bezugsrahmen, der diesen Begriff verwendet, besitzt ebenfalls kaum bis gar keine empirischen Nachweise. Daher zum dritten Mal: Ich freue mich über Studien und Daten, die mich vom Gegenteil überzeugen können. Wenn du dich ja offensichtlich besser in der Wissenschaft auskennst, dann sollte das ja ebenfalls ein Leichtes sein. 😉

      Das es keine „Wörterbuchdefinition“ davon gibt ist bei wissenschaftlichen Begriffen übrigens sehr üblich, obwohl sie in wissenschaftlichen Texten Verwendung finden.

      Das ist extrem unüblich. In nahezu jedem wissenschaftlichen Text/Artikel den ich tagtäglich lesen muss, werden die verwendeten Begrifflichkeiten vorher definiert. Genau aus dem Grund, um die sprachliche Unschärfe und Verwirrungen zu vermeiden.

      Trotzallem vielen Dank für den ausführlichen Kommentar und die Kritik. Ich würde mich dann über eine entsprechende Antwort (am besten mit Nachweisen für die Behauptungen) sehr freuen. 🙂

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      • Gute Replik! Auch Dein Nachschlag vom 15.06. um 22:09 Uhr.

        Ich muß gestehen, daß auch ich ein wenig Probleme hatte mit dem Hauptbeitrag oben. Ich habe das aber zurückgeführt auf die etwas unklaren Ausführungen von Frau Margarete Stokowski – wie soll man sowas kurz und bündig kommentieren? Streng genommen müßte man hier mehrere Interpretations-Alternativen entwickeln und gegeneinander abwägen – wer will sich so viel Arbeit machen, und wer würde sowas dann noch lesen?

        In Bezug auf Deinen Kommentar zu Theweleit sympathisiere ich mit der Anmerkung von Osmin oben. Mit Theweleit kann man nicht rechten – oder besser: Wer mit Theweleit rechtet, der vergibt sich gerade das, was er von ihm lernen kann. Von Theweleit kann man sich nur anregen und irritieren lassen – sofern man dafür einen Nerv hat.

        Was ich aber in diesem Theweleit-Video schon sehr bedenklich finde: daß für ihn die traditionelle Männlichkeit überwiegend negativ konnotiert ist. Dabei haben Männer die Abendländische Technik und Kultur entwickelt. Aber Theweleit blendet dass aus. Diesen blinden Fleck kriegt er einfach nicht weg.

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    • Btw. ich kann das gleiche wie im Artikel ja auch mal mit deinem Kommentar machen:

      Dieser Kommentar zu Frau Stokowskis Artikel ist vermutlich noch dümmer als die darunter stehenden Kommentare! Mit deinem seltsamen Versuch Frau Stokowski irgendeine Art von Sexismus anzudichten, entlarvst du dich nur selbst. Gewalt von Männern gegenüber Frauen ist erstens sehr selten (im Vergleich zu Gewalt von Männern gegenüber Männern und Frauen gegenüber Frauen und für das Beispiel USA) und zweitens ignorieren sie die systematischen sexistischen Strukturen, die erst dazu führen, dass Männer in den USA ärmer sind, weniger Bildungschancen haben usw. Aber Hauptsache mal die eigenen Vorurteile argumentativ heranziehen. Ganz offensichtlich hast du weder den Artikel verstanden, noch das Konzept von Sexismus, noch hast du deine eigenen sexistischen Vorurteile hinterfragt. Damit ist auch davon auszugehen, dass „Doktoran(t)d“ wohl einfach ein Titel ist, den du dir selbst gibst, um ein bisschen wichtiger zu wirken.

      Wow. Ich bin selbst überrascht davon, wie gut das funktioniert. 😀

      Quellen:

      Männer üben häufiger Gewalt gegen Männer aus (76,8% der Gewaltopfer): http://www.bjs.gov/content/pub/pdf/htus8008.pdf
      Frauen haben bessere Bildungschancen (57% der Studenten): http://usatoday30.usatoday.com/news/education/2005-10-19-male-college-cover_x.htm
      Männer verdienen weniger als Frauen (Frauen zwischen 20 und 30 Jahren verdienen mehr als gleichaltrige Männer): https://www.theguardian.com/money/2015/aug/29/women-in-20s-earn-more-men-same-age-study-finds

      Zu letzterem: Junge Männer üben auch am häufigsten Gewalt aus. Ob da nicht eine Korrelation besteht… 😉

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    • „Mit deinem seltsamen Versuch Frau Stokowski irgendeine Art von Rassismus anzudichten, entlarvst du dich nur selbst. Gewalt von Schwarzen gegenüber Weißen ist erstens sehr selten (im Vergleich zu Gewalt von Schwarzen gegenüber Schwarzen und Weißen gegenüber Weißen und für das Beispiel USA) und zweitens ignorieren sie die systematischen rassistischen Strukturen, die erst dazu führen, dass Schwarze in den USA ärmer sind, weniger Bildungschancen haben usw.“

      Das ist eine schwäche des Rassismusvergleichs mit der Situation der Schwarzen in Amerika, auf den ich auch schon hingewiesesn hatte.
      Der treffendere Vergleich der gegenwärtigen Misandrie ist der mit dem Antisemitismus wie z.B. bei den Nazis:
      Die Idee der „toxic Masculinity“ und des „hegemonialen Mannes“ ist eine 100% Kopie der jüdischen Weltverschwörung.
      Darin findet sich derselbe Gipfelfehlschluss:
      Die Juden stellten (das war der REALE Til der Beobachtung – halbwahrheiten sind immer die schlimmsten Unwahrheiten) insbesondere die überwältigende Mehrheit der Führungsspitzen in der Finanzwelt und hatten darüber natürlich einen REALEN enormen Einfluss.
      Dass der jüdische Schneider um die Ecke davon nicht unbedingt soo wanhsinnig profitiert wird genauso selbstgefällig weggewischt wie heute die Selbsmordraten, Obdachlosenzahhlen, entsorgten Väter, als Kanonenfutter verheizte Männer etc. etc. etc. etc., das ist alles bloß Mimimi im Vergleich dazu, was eine Frau durchmacht, wenn sie einfach nur auf die Straße geht.

      (weiße, heterosexuele) Männer sind – ebenso wie seinerzeit „die Juden“ – heute Schuld an den Kriegen der Welt, der Wirtschaftskriese, den Ängsten der Frauen – man lese zeitgenössische misandrische (alg. feministische) Texte mit Juden anstatt Männern und stellt erschreckend oft und deutlich fest, der Text könnte direkt aus dem „dritten Reich“ stammen (Frauen kann man partiell, aber nicht zwingend durchgängig mit Ariern übersetzen. An vielen Stellen funktionierte auch die antisemitische Agitation bestens über Instrumentalisierung einer angeblichen Bedrohung der Frauen, die auch nicht statistisch belegt wird, sondern an anekdotischen Einzelfällen sowie an der „Angst“ der Frauen, die man gerade durch solche Berichte erst schürt), .

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      • Das ist eine schwäche des Rassismusvergleichs mit der Situation der Schwarzen in Amerika, auf den ich auch schon hingewiesesn hatte.

        Ich verstehe diesen Einwand auch völlig! Aber das war letztendlich auch nicht das, auf was ich mit meinem Artikel hinaus wollte. Es ging mir ausschließlich um das Konzept dahinter, dass man Gruppe X nimmt, dessen Mitgliedschaft ausschließlich über das Vorhandensein eines Körpermerkmals definiert wird (und welches dass jeweilige Individuum nicht beeinflussen kann), und man damit dann pauschalisierte Urteile über einen „Wesenszug“ begründet. Es ist unter keinen Umständen zulässig. Egal ob es sich um Frauen, Männer, Schwarze, Weiße oder sonst was handelt.

        Man kann gerne sagen „statistisch gesehen, würde sich Person Z, die zu Gruppe X gehört, vermutlich eher so verhalten“. Viel weiter kann die Aussagekraft aber nicht gehen und es ist ein Fehlschluss, den nächsten Schritt zu gehen, und dann einem Individuum z.B. vorzuschreiben, dass es sich generell anders verhalten sollte.

        Nehmen wir das Beispiel Mann und Frau: Ja, Männer haben statistisch gesehen ein höheres Aggressionspotenzial und begehen statistisch gesehen häufiger Gewaltverbrechen. Aber um das Aggressionspotenzial eines männlichen Individuums zu bestimmen, müssen wir viel mehr Informationen über dieses Individuum haben. Es reicht nicht, sich die statistische Normalverteilung anzuschauen und daraus dann ein Urteil abzuleiten. Selbst wenn 99% aller Männer zur Gewalt neigen würde, wäre es immer noch unzulässig sich eine Einzelperson aus dieser demographischen Gruppe rauszugreifen, und diese anzuklagen oder sogar anders zu behandeln, nur weil sie zufälligerweise Teil dieser Gruppe ist, die häufig zur Gewalt neigt. Das ist die Antithesis zum Gleichbehandlungssatz.

        Daher noch einmal ganz allgemein gesprochen:

        Dieses Vorgehen ist per se unmoralisch/unethisch und mit meiner Analogie, bei der ich ausschließlich die Gruppenbezeichnungen ausgetauscht habe, sollte das eigentlich klar werden. Der Text wird völlig absurd und offensichtlich rassistisch, wenn man statt Mann und Frau von Schwarzer und Weißer redet. Wenn man dann die Problematik bei der Verwendung von Mann und Frau nicht erkennt, dann sollte man vielleicht den Fehler zuerst einmal bei sich selber suchen.

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      • „Ich verstehe diesen Einwand auch völlig! Aber das war letztendlich auch nicht das, auf was ich mit meinem Artikel hinaus wollte. “

        Es war ja auch kein Argument gg Dich, sondern auf „ein Mann“.

        Er greift Dich an einer Stelle an, bei der Du ein angreifbaes (aber nicht falsches) Beispiel gewählt hattest.
        Die Rassismus-Sexismus Analogie greift auf vielen Ebenen, viele Beispiele haben dabei jeweils spezifische schwächen, an denen sie angegriffen werden.
        Es ist die Fülle der Beispiele, die die Angriffe unhaltbar machen.

        Setze eine Aussage über Männer nacheinander mit Schwarzen, Juden, Muslimen, Frauen, Schwulen oder weiteren klassikern ein:
        Wenn sie in der Mehrheit rassistisch oder sexistisch klingen, wieso sollte die Aussage über Männer legitim sein?

        Wer an der Stelle „argumentiert“, das sei nun doch „ganz was anderes“ („Gewalt von Schwarzen gegenüber Weißen ist erstens ….“), benutzt im übrigen auch wieder ein ganz klassisches rassistisches Muster.
        Solche Abwehr funktioniert gegenüber einem Einzelbeispiel oft sehr gut, je mehr anaolge Beispiele man anführen kann, um so schwierigr wird dieses „ist doch was ganz anderes“. Auch daher. Weiteres Beispiel wäre natürlich, den Stokowski-Artikel mal auf Muslime zu schreiben:

        „Wenn wir heute von terroristischen Anschlägen hören, fragen wir nicht mehr: „weiß man schon die Religionszugehörigkeit?“. Wir gehen davon aus, dass es Muslime waren…..

        Wenn wir uns aber bei jedem einzelnen Fall fragen, ob wir uns ernsthaft vorstellen können, dass ein Christ diese Taten begangen haben könnte, müssen wir wohl antworten: nur mit Mühe. Wir sind daran gewöhnt, dass es Muslime sind, die glauben, sie könnten anderen vorschreiben, wie diese sein sollten, und die meinen, entscheiden zu können, wer leben darf und wer nicht. Dabei geht es um nichts Geringeres als die Frage, wem die Welt gehört. Doch je mehr wir uns in jedem einzelnen dieser Fälle einreden, dass dies die Tat eines Verrückten gegen die gesamte Menschheit war, umso weniger verstehen wir, was da passiert ist.“

        Wie Du ganz richtig sagst:
        Statistisch sind Muslime gegenwärtig tatsächlich für die überwältigende mehreheit der Terrorakte verantwortlich (aber eben auch deren Opfer. Die meisten Opfer finden sich ja in den Muslimischen Ländern selbst. Deshalb flüchten die ja auch. )
        Aber irgendwelche pauschalzuweisungen an Individuen oder auch nur an die Gruppe als ganzes sind mehr als nur Fragwürdig, sondern eben „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Sogar dann, wenns „bloß gegen Männer“ geht.

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      • P.S.
        „Wenn wir uns aber bei jedem einzelnen Fall fragen, ob wir uns ernsthaft vorstellen können, dass eine Frau diese Taten begangen haben könnte, müssen wir wohl antworten: nur mit Mühe.“

        Ist sowieso di Hammeraussage:
        Es ist nunmal so, dass auch Frauen solche Taten begehen.
        Egal ob als Aufseherinnen in Konzentrationslagern, Kindsmörderinnen, beim sexuelen Missbrauch vorwiegend von Jungen: Fraun tun sowas auch.
        Was sagt es aus über den allgemeinen internalisierten Sexismus, dass wir uns das trotzdem nicht „ernsthaft vorstellen können“ ???

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      • * P.P.S.
        Terroristische Akte von Frauen: Werden beim IS trotzdem gerne als „selber Opfer“ dargestelt.
        Wie siehts mit dem RAF-Terror aus?
        Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof, Susanne Albrecht und viele andere Killer:
        Die RAF war weiblich dominiert, wie ein Blick auf die damaligen Fahndungsposter leicht bestätigt.
        Doch, Frauen können das auch.

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    • „ignorieren sie die systematischen rassistischen Strukturen, die erst dazu führen, dass Schwarze in den USA ärmer sind, weniger Bildungschancen haben usw. Aber Hauptsache mal die eigenen Vorurteile argumentativ heranziehen. Ganz offensichtlich hast du weder den Artikel verstanden, noch das Konzept von Rassismus, noch hast du deine eigenen rassistischen Vorurteile hinterfragt.“

      Was ist mit den systematischen sexistischen Strukturen, die bei uns dazu führen, dass Jungen schlechtere Bildungschancen haben (häufiger Hauptschulabschluss, seltener Abitur als Mädchen, seltener studieren, bei gleicher Leistung laut PISA schlechtere Noten erhalten etc.), 80% der Obdachlosen und Selbstmörder sind, eine um mehrere Jahre geringere Lebenserwartung haben, bei gleichen Vergehen seltener und weniger schwer verurteilt werden, in Trennungsfällen all zu leicht vom Kindesumgang ausgeschlossen werden können, nahzu keinerlei Hilfe bei häuslicher Gewalt finden, etc. etc. etc.?

      Ah, ich ahne schon:
      Das ist alles „ganz was anderes“ und irgendwie sind daran die Männer ja auch „selbst schuld“. Alles schon mal gehört.

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    • Natürlich gibt es keine Wörterbuchdefinition von Toxic Masculinity, weil es ein wissenschaftlicher Begriff ist. Sonst gäbe es ja auch Textbuchausführungen von Dingen wie Gravitation odr Relativitätstheorie.

      Au Mann. So gehirngewaschen muß man erst einmal sein. Ich habe micj mal wirklich ernsthaf mit der ganzen Gendertheorie auseinandergesetzt. Eine echt Quelle für die ganzen Behauptungen lässt sich nie finden, da stützt sich nur eine Studie auf eine andere. Es gubt ebensowenig belastbares Material dazu, wie es den Begriff Toxic Masculinity gibt. Aber beides bürgert sich natürlich in, wenn man es in Umlauf bring und lange und oft genug wiederholt.

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  5. Das ist die Rache der kleinen Dicken vorne links im Deutsch LK. Die hast du in jeder Oberstufe,
    die können nicht anders. 12/13 Jahre Einsamkeit und Nichtbeachtung hinterlassen ihre Spuren.

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  6. Den Begriff toxic masculinity gibt es nicht „in Englisch“. Das ist feministischer SJW Neusprech, den man in Umlauf bringt, und der natürlich nach gewisser Zeit auch Googletreffer liefert. Im Oxford ode Merriam Webster Dictionary wird man ihn nicht finden, aber wer prüft sowas heute noch. Was im Netz, und dort in sogenannten Qualitätsmedien geschrieben wird, hat zu stimmen.

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    • Richtig. Man muss diese Begriffe nur oft genug wiederholen und irgendwann sind sie Teil des Vokabulars und bekommen allein dadurch schon eine Legitimation in den Köpfen. Andererseits kommt man aber auch nicht drumherum die Sache beim Namen zu nennen, um dann auf die Absurdität hinter dem Begriff hinzuweisen.

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      • „Toxic Masculinity“, „Mansplaining“, „Manspreading“ etc. sind SJW-Gender-Fem-Kampfbegriffe mit dem einzigen Ziel, Männer abzuwerten und sie als unerträglich, Belastung für die Gesellschaft und schädlich in jeder Hinsicht darzustellen. Viel schlimmer als „Zigeuner“ oder „Mohrenkopf“.

        Übelster Hatespeech. Dadurch, dass er das als Fachbegriff hinstellt, disqualifiziert sich „Ein Mann“ natürlich komplett.

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      • Ich finde es auch immer wieder erstaunlich, wie wenig Reflexionsfähigkeit einige selbst ernannte Internet-Freiheitskämpfer an den Tag legen und dann vergleichbar abwertende und pauschalisierende Rhetorik verwenden, wie die politischen Gruppierungen gegen die sie ja angeblich so sehr in Opposition stehen. Es gibt wohl keine bessere Repräsentation des Hufeisenmodells.

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      • Auf Twitter gab es kurz „cuntfusing“. Das beschreibt zum Beispiel, wenn man frei ausgedachen Unsinn für wissenschaftliche Fachbegriffe hält. Hat gewisse Gruppen nicht sonderlich erfreut, die Wortschöpfung.

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